2012 im Mai: 31. - 33. SSW, ab 30+5
Bei 30+5 hatte ich den ganzen Tag über einen Frosch im Hals, musste mich ständig räuspern und ab 30+6 waren sie dann da: Halsschmerzen. Und was für welche. Und das natürlich zum Wochenende hin. Großartig. So lutschte ich tapfer Salbeibonbons und Ricola mit nicht feststellbarem Erfolg. Aber damit es auch ja nicht zu langweilig wird, kam ab 31+0 noch Husten dazu. So ein richtig schöner, trockener Reizhusten. War das tagsüber schon recht lästig, wurden meine Nächte einfach unerträglich - jede Stunde musste ich raus bzw. bin zumindest aufgewacht. Entweder drohte meine Blase fälschlicherweise zu platzen oder ich musste eben husten. GW kam dann leider mit ziemlich leeren Händen aus der Apotheke zurück - für Schwangere gibt es kaum es etwas Rezeptfreies.
Bei 31+3 ging ich zum Hausarzt. Der wälzte zwar fleißig seine Bücher in der Hoffnung, etwas zu finden, aber auch dort musste ich ohne Rezept wieder gehen. Es hätte nur ein Hustenmittel gegeben für Schwangere, die nicht frühgeburtsgefährdet sind. Oh man ... Und die Ursache für die Halsschmerzen wäre zwar eine deutlich sichtbare Entzündung im Hals, die aber "noch nicht so schlimm wäre, dass man Antibiotikum geben müsse".

Bei 31+4 dann stand der nächste Kontrolltermin beim Frauenarzt an. Sehr zu unser aller Überraschung hatte sich die Husterei rein garnicht auf den Gebärmutterhals oder den Muttermund ausgewirkt. Wenigstens eine gute Nachricht, d. h., ebenfalls eine gute Nachricht war natürlich das Wachstum der beiden Zwerge: Sie wurden wieder vermessen und auf 1.720 und 1.820 gr Gewicht geschätzt.

Gegen die Halsschmerzen hatte der Doc leider auch keine Idee außer die Spülung mit einem antibakteriellen Mundwasser aus der Apotheke. Und gegen den Husten verschrieb er mir den Kinderhustensaft Codicaps, den ich allerdings nur zwei Tage lang nehmen dürfte. Für Schwangere wäre er nicht ideal, aber dem Doc war eine Unterdrückung des Hustenreizes in dem Fall schlicht wichtiger. Dummerweise musste der Saft erst bestellt werden, weil er in der Apotheke nicht vorrätig war. Somit musste ich also nochmal eine Nacht weiter husten.

Insgesamt habe ich 10 Tage lang gehustet und hatte ebenso lange Halsschmerzen! Das hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie so lange!
Erfreulicherweise stellte der Doc bei 32+3 fest, dass der Gebärmutterhals trotzdem eher um 1 bis 2 Milimeter länger geworden (das erste mal in den letzten Wochen maß er mit 10 bis 11 Milimetern wieder einen zweistelligen Wert) und der Muttermund wieder gänzlich druckfrei ist.

Dann hatte der Doc aber noch eine "schlechte" Nachricht für mich: Er wäre die kommenden beiden Wochen im Urlaub. In dieser Zeit sollte ich zu den Kontrolluntersuchungen wieder in die Klinik gehen. *grummel*
Da hatte ich wohl Pech und es ging nicht anders ...